Love Parade – Alptraum
Sehr geehrte Damen und Herren,
es ist der schlimmste Alptraum den man sich vorstellen kann. Das eigene Kind verabschiedet sich und will feiern, friedlich feiern ein Fest der Liebe auf der Love Parade und dann kommt es zum Unglück.
Ohne hier irgendjemand eine Schuld zuweisen zu wollen, muss es erlaubt sein einige Fragen zu stellen. Oder auch Feststellungen zu treffen. Eine dieser Feststellungen ist, dass es wenige vergleichbare Veranstaltungen gibt mit so vielen Menschen. Vielleicht nur die Kirchentage, die es auf ähnlich viele Besucher bringen. Dort hat es bisher noch nie Tode in dieser Anzahl gegeben. Hat es vielleicht was damit zu tun, dass es dort keinen Alkohol gibt, dass dort keine Drogen konsumiert werden, man weiß es nicht, aber ich glaube es.
- Wie kann man so naiv sein zu glauben, es passiert nichts wenn man junge Menschen auf einer kleinen Fläche einsperrt, wenn man weiß dass dort massenhaft Drogen konsumiert werden und Alkohol getrunken wird – es ist vorprogrammiert das dabei etwas passieren muss – und wenn nichts passiert, dann ist es reines Glück. Dieses Glück hatten die 19 Toten von Duisburg leider nicht.
- Wie kann man als Polizei einfach wegschauen, wenn man genau weiß, dass mind. 30 Prozent der Menschen die die Love Parade besuchen auch Drogen konsumieren, wie kann man da nur so tun als wüßte man von nichts? Hier hätte die Polizei einmal die Möglichkeit gehabt sehr genau die Menschen zu untersuchen und alle die die Drogen dabei haben wieder nach Hause zu schicken.
- Wie kann ich als Veranstalter oder als Stadt Duisburg so naiv sein und glauben, dass zu dieser Veranstaltung nicht viele Menschen kommen. Man hatte mit einer kleinen Veranstaltung gerechnet, es kamen mehr als 1 Million Raver. Wie dumm muss ein Veranstalter sein, der so etwas nicht einzuschätzen weiß? Der Güterbahnhof sollte für 300.000 Menschen ausreichend sein, nicht aber für mehr als 1Million.
Meine Gedanken, als Vater, sind bei den Eltern die gestern ein Kind verloren haben, völlig unnötig. Meine aufrichtige Anteilnahme. So etwas darf sich nicht wiederholen.
Ihr
Horst K. Berghäuser

Leave a Reply