Schlechtes Benehmen und mangelnde Höflichkeit
Sehr geehrte Damen und Herren,
ein Berlin-Toruist sagte mir erst vor Kurzem: “…ich bin viel gereist, aber die Berliner sind mit Abstand die unhöflichsten Menschen die ich je kennen gelernt habe…!”
Ich habe lange über diesen Satz nachgedacht und schon im Laufe des Tages wurde mir bewusst, dass dieser Mann recht hat und wir es wahrscheinlich gar nicht sehen wollen, wie unsere Mitmenschen miteinander umgehen.
Das auf Berlins Straßen eine gewisse Form der Anarchie herrscht ist uns allen bekannt, insobesondere den Autofahrern die sich penetranten Fahrradfahrern/(innen) tagtäglich erwehren müssen. Meist sind es Frauen zwischen 35 und 60 Jahren, die in verkehrsgefährdenden ökologischen Wallewalle-Kleidern, Wollstrümpfen und Birkenstock Sandalen, in der Regel unfrisiert und ungeschminkt, nach dem morgendlichen Check ihrer esotherischen Tagesenergie, voll gefrustet, weil der Ehemann nichts mehr mt ihnen anzufangen weiß, sich auf ein verkehrsunsicheres Fahrrad schwingen und sämtliche Verkehrsregeln missachtend durch die Stadt radeln.
Ich habe sehr oft das “Glück” einer solchen Spezies von weiblichen Menschen zu begegnen die, für sie logischerweise, bei Rot über die Fußgänger Ampel fährt und mir dem rücksichtsvollen Autofahrer, der gerade Grün hat, den Stinkefinger zeigt und mich mit unflätigen Worten beschimpft. Meist steigen diese Personen auch noch von Ihrem Gefährt ab und schlagen mit der flachen Hand auf die Motorhaube meines Autos, was mich dazu hinreist kurz aber deutlich zu hupen. Mehr will ich dazu gar nicht sagen. Auch die männlichen Kollegen, oft Norweger Pullover tragend und ebenfalls Birkenstockschuh Fetischist, mit Karl Marx Bart und Zopf sind ganz sicher nicht besser.
Aber jetzt mal Spaß beiseite. Schauen wir uns doch die Personen, von denen das schlechte Benehmen ausgeht doch mal näher an. Unhöflich sind nicht Menschen die einer geregelten Arbeit nachgehen, sich zivilisiert kleiden und sich an die vom Gesetzgeber vorgegebenen Regeln halten, also weder bei Rot über die Ampel fahren noch laufen, nicht im Supermarkt klauen und nicht allabendlich bei einer Tüte Haschisch zusammen hocken. Das ist mein Ergebnis, nach mehreren Tagen mit offenen Augen in unserer wunderbaren Stadt Berlin. Der Tourist hat recht, es gibt viele Unhöfliche in dieser Stadt.
Besonders aufgefallen ist in den letzten Tagen ein neuer Politabgeordneter der Piraten im Berliner Abgeordnetenhaus, der dort glaubt mit einem “Arafat Tuch” um den Kopf gewickelt, seine Gesinnung zeigen zu müssen. Sogar bei der Ehrung von verstorbenen Abgeordneten lässt er diese Kopfbedeckung auf und zeigt damit weder Respekt noch Höflichkeit. Pfui Teufel.
Die Höflichkeit, wenn sie uns begegnen sollte, ist für uns alle sehr angenehm. Weil sie uns leider nicht allzu häufig begegnet haben wir viele Regeln vergessen und auch den notwendigen Respekt, mit dem wir uns persönlich gewürdigt fühlen. Garstigkeit, Gemeinheit und Oberlächlichkeit bestimmt unser Leben, dies erfahren täglich sehr unliebsam.
Der heutige Alltag wird durch einen extremen Mangel an Höflichkeit bestimmt. Und dies sehen wir besonders in den sich täglich gegen Mittag dargestellten Fernsehsendungen, besonders bei den Privaten. Hier werden Menschen regelrecht “vorgeführt” und deren Unvermögen für die zuschauenden Massen ausgeschlachtet.
Ich freue mich hier über besonders spannende Kommentare
mit freundlichen Grüßen
Ihr Horst K. Berghäuser


Tags: 
